Mittellandquerung mit der XC League

XC League Startplatz Roeti
Bereits am Donnerstag hat sich die XC League mit Events fürs Wochenende angekündigt. Für Samstag war Hike&Fly und für Sonntag zunächst Gstaad ausgeschrieben. Im Laufe des Freitags und am Samstag haben sich die Prognosen erneut präzisiert und für Sonntag hat sich der schweizer Jura als bester Spot herausgestellt. Samstag kam dann die Planänderung von Chrigel per WhatsApp. Neues Ziel für Sonntag – Mittellandquerung.

Vom Jura in die Alpen fliegen – die Mittellandquerung – war schon lange mein Plan. Für einen „normalen“ Flug wäre ich nicht in den Jura gefahren, aber die Mittellandquerung Richtung Süden war definitiv interessant und ich entschied mich teilzunehmen.

9.00 Uhr am Treffpunkt mit der XC League

Um 9.00 Uhr war Treffpunkt an der Seilbahn in Oberdorf und das Briefing von Chrigel fand am Kurhaus statt. Gleich danach ging es zum Startplatz Röti, da bereits 7 – 9 km/h Nord-Ost Wind vorherrschte.

Die Röti ist relativ eng und für die Menge der XC League Piloten definitiv unterdimensioniert, aber man arrangiert sich und dann klappt das auch. Zudem war es für mich nicht wichtig als einer der Ersten zu starten, ich wollte mich nur auf die Querung konzentrieren und bin so fast als einer der Letzten raus.

Softer Start zur Mittellandquerung und niedrige Wolkenbasis

Nach dem Start ging es gleich zur Jura Südseite, wo ich in softer Thermik erste Höhe machen konnte.

Mittellandquerung Blick zur ersten Jura KetteDer Plan von Chrigel war, gemeinsam ab 12 Uhr Richtung Langenthal und von dort aus ins Emmental zu fliegen. Als ich in der Luft war, war es schon deutlich nach 12 Uhr und so ging ich davon aus, dass die meisten schon im Flachland unterwegs sein würden. Also entschied ich mich direkt über Solothurn ins Flachland zu gehen, eine eher ungewöhnliche Routenwahl. Ob es klappen würde, war nicht unbedingt von Anfang an klar.

Zudem musste ich mich zwischen den Airspaces Grenchen und TMA Basel hindurch in in die Ebene hangeln. Die Wolkenbasis war auf knappen 2000 Metern und die Thermik war zwar schwach aber gleichmässig. Selten habe ich andere Piloten in der Luft gesehen, also musste ich meinen Weg Richtung Nordalpenrand selbst finden.

Übers Flachland bis zum Napf

Über die Ebene orientierte ich mich an den kleinen Unebenheiten am Boden und den immer wieder entstehenden kleinen Kumulswolken in der Luft. Das klappte gut. Mein Kurztrip nach Piedrahita, wo ich viel Flachland fliegen konnte, hat mir hier sehr geholfen.

Der Napf – Die letzte Hürde vor den Alpen

Kurz vor den Alpen, muss man noch über den Napf. Beim Briefing wurde uns schon erklärt, dass die meisten Piloten dort scheitern. Als ich dort ankam, sah ich auch bereits 4 Piloten vor mir absaufen. Ich habe also nochmal gut Höhe getankt und bin dann in das Naturschutzgebiet eingeflogen. Zwischendurch noch einmal auf 2000m aufgedreht, den Napf überquert und schon war ich in Marbach und an der Schrattenfluh angekommen. Das lief leichter als erwartet.

Mein Tagesziel, den Nordalpenrand zu erreichen war geschafft und so flog ich noch gemütlich an der beeindruckenden Felskette Schrattenfluh entlang, und entschied dann aber, wegen der noch niedrigen Basis, nicht zu den Seen dahinter zu queren. So endete mein Flug in Schangnau.

Mehr als zufrieden über meinen erfolgreichen ersten Versuch der Mittellandquerung machte ich mich auf den Rückweg.

Mittellandquerung XC LeagueFlug im XContest

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