Paragliding Streckenflug

Frühjahrsthermik im schweizer Jura

Paragliding schweizer Jura

Paragliding im schweizer Jura

Nachdem sich ein paar gute Tage angekündigt hatten, habe ich mir den Mittwoch für einen Paraglidingtrip freigeschaufelt. Zuerst war Wallis im Visier, dies hat sich jedoch wegen des immer stärker prognostizierten Nordföhns schnell erledigt und ich entschied mich den schweizer Jura (Weissenstein) anzupeilen.

Weissenstein Bahn in Revision

Schon am Vorabend habe ich gesehen, dass die Weissensteinbahn in dieser Woche in Revision ist und nur am Wochenende fährt. Weissenstein ist ein wunderbarer Startpunkt für Streckenflüge im schweizer Jura und so stellt sich die Frage, wie ich am besten zum Startplatz komme?

Mit dem Auto kommen, hochfahren? Sollte eine Toplandung am Abend nicht klappen, hoch laufen? Oder morgens hoch laufen?

Ich entschied mich für den Hike&Fly Ansatz und peilte die Talstation Oberdorf (SO) gegen 08.00 Uhr an. 2,5 bis 3 Stunden Aufstieg sollten genügen.

Großes Frühstück dank Autostopp

In Oberdorf angekommen, machte ich mich an den Aufstieg. Zunächst an der Straße entlang und gerade als ich auf den offiziellen Wanderweg zum Weissenstein abbiegen wollte, hielt ein Auto und die Fahrerin fragte, ob Sie mich mit nach oben nehmen solle. Wer kann so ein Angebot schon abschlagen. Tausche 3 Stunden Aufstieg gegen gemütliches und ausgedehntes Frühstück!

30 Minuten Aufstieg zur Röti

Nachdem ich die Morgensonne und den Blick in den schweizer Jura am Kurhaus Weissenstein ausgiebig genossen hatte, machte ich mich auf und konnte in ca. 30 Minuten Fußweg den Nordstartplatz an der Röti erreichen. Der hochgelegene Startplatz bietet einen wunderschönen Blick in die Jura Täler und schon gegen 10.00 Uhr bildeten sich die ersten Kumuluswolken.

Start gegen Mittag – bei noch schwacher Thermik

Auf der Südseite ging es dank schwachem Nordwind schon gegen 11.00 Uhr los. Die ersten Gleitschirme starteten am Kurhaus und konnten sich halten. Auf der abgeschatteten Nordseite hingegen, war es nicht so gut. Zusammen mit zwei anderen Piloten wartete ich bis ca. 12 Uhr und konnte dann starten.

Wie bereits erwartet, war im abgeschatteten Nordhang nur Sinken anzutreffen. Ich wechselte sofort auf die Südseite, was dank sehr schwachem Nordwind ohne Probleme möglich war. Es dauerte ein wenig, bis ich den ersten Bart finden konnte. Schon fast am Boden stehend konnte ich endlich den Einstieg finden und schnell wieder Höhe gewinnen. Die anderen beiden Piloten waren in der Zwischenzeit auch bereits in der Luft.

Ziel Chasseral Umrundung

Von da an ging es erstmal Richtung Westen. Richtung Chasseral. Die Basis war bei ca. 2000 – 2200m anzutreffen und so hieß es, stets die Höhe im Auge zu behalten und wieder rechtzeitig in die Thermik einzudrehen. Generell ging es gut. Zum Chasseral hin, musste man geduldig sein. Die Thermikbärte waren dort etwas weiter voneinander entfernt und einige Piloten versenkten sich kurz vor dem erklärten Wendepunkt.

 

Für mich lief es gut. Das erste Mal bis zum Chasseral gekommen. Ehrenrunde um den Sendemast auf dem Chasseral gedreht und dann wieder zurück Richtung Weissenstein. Bei Weissenstein wieder unter der TMA durch und weiter Richtung Olten. Am Ende des Tages galt es nur noch, möglichst weit Richtung Olten zu kommen. Bei Oensingen stand der Wind aus West an und ich konnte keinen Anschluss mehr finden. So entschied ich mich dann direkt neben dem Bahnhof einzulanden.

Ein genialer Tag im schweizer Jura. Gesetztes Ziel „Chasseral und zurück“ erreicht. 99km Strecke in gemütlicher Frühjahrsthermik. Besser kann es eigentlich nicht sein.

Chasseral Paragliding Track

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